Die Lage von Mozilla

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was sind die wichtigsten Projekte für Mozilla im nächsten Jahr? Was planen Sie, um positiv auf den Markt Einfluss zu nehmen?

Der Internet-Browser Firefox ist und bleibt ein wichtiger Hebel, wenn es darum geht, das Internet und die Mozilla-Mission voranzubringen.

Firefox-OS ist Mozillas Betriebssystem für Mobilgeräte, das vollständig auf HTML5 basiert. Heute verwenden 50 Prozent der 2,3 Milliarden Menschen, die ins Internet gehen, dafür ein Mobilgerät und es wird erwartet, dass diese Zahl weiter wächst. Mit Firefox OS hat Mozilla angefangen, ein komplett offenes und standardbasiertes Internet als Plattform für Innovationen zu entwickeln. Wir haben die Technologien entwickelt, um das Internet vielfältiger und lebendiger zu gestalten. Und wir haben uns vorgenommen, HTML5 weiter als Plattform für die Mobilgeräte-Industrie voranzutreiben.

Mit dem Programm Mozilla Webmaker wollen wir zudem Millionen Menschen von Web-Anwendern zu Web-Entwicklern machen, um das Internet weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, mit Hilfe von Werkzeugen und Lernprogrammen weltweit die Kreativität im Internet zu fördern.

Woran machen Sie Ihren Erfolg fest?

Bei Mozilla messen wir Erfolg daran, wie viel wir für die Verbesserung der Gesundheit des Internets insgesamt tun, und daran, wie wir die Interessen unserer Anwender und Entwickler voranbringen. Wir haben Erfolg, wenn wir Produkte entwickeln, die Menschen lieben, und wenn andere Organisationen die Arbeitsweise und Funktionen, die uns wichtig sind, in Konkurrenzprodukte einbauen. Wir sehen zum Beispiel, dass Google Chrome seit Neuestem über die Funktion Do Not Track verfügt, bei der wir Vorreiter waren, als Erfolg für Mozilla und unsere Mission.

Anders als unsere Mitbewerber hat Mozilla Erfolg, wenn wir Menschen Alternativen anbieten können: Sei es bei der Frage, welche Programme sie verwenden möchten, wie stark sie im Internet mitwirken wollen oder wie man helfen kann, ein besseres Internet zu schaffen. Wenn die Anzahl der Unterstützer z.B. bei Programmübersetzungen wächst oder ein vielfältigerer Browser-Markt entsteht, dann wissen wir, dass wir mit unseren Zielen vorankommen.

Wie hoch waren die Gesamteinnahmen für Mozilla im Jahr 2011?

Die Einnahmen von Mozilla (Mozilla-Stiftung und alle Tochtergesellschaften) lagen 2011 bei 163 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von etwa 33 Prozent gegenüber 2010 (123 Millionen US-Dollar) entspricht.

Woher kommen Mozillas Einnahmen?

Der Großteil der Einnahmen von Mozilla kommt aus der Suchfunktion, die in unserem Produkt Firefox integriert ist und in der unsere Suchpartner wie Google, Bing, Yahoo, Yandex, Amazon, Ebay und andere vertreten sind. Die Einnahmen von Mozilla beinhalten auch wichtige Spenden von Einzelpersonen und Firmen, Beihilfen und zusätzliches Einkommen aus unseren Anlagen.

Suchen Sie nach weiteren Möglichkeiten für Partnerschaften, um möglichst verschiedene Einnahmequellen zu haben?

Wir haben derzeit viele wichtige geschäftliche Partnerschaften und suchen aktiv nach weiteren Möglichkeiten sowie nach anderen potenziellen Einnahmequellen. Wir werden weiter tolle Produkte entwickeln, die den Menschen helfen, die Vielfalt des Internets zu genießen, und wir sind zuversichtlich, dass wir dadurch passende Einnahmequellen finden werden, die sowohl der Mission als auch unseren Anwendern dienen.

Einige wichtige Projekte der Mozilla-Stiftung, wie Collusion, haben auch Zuschüsse von Organisationen wie der Ford-Stiftung erhalten.

Wie steht es um die Suchpartnerschaften der Organisation?

Wir haben derzeit Partnerschaften mit mehreren Suchanbietern, die sich je nach Markt unterscheiden. Im Dezember 2011 haben wir eine neue Vereinbarung mit Google als Standardsuchanbieter in Firefox bekannt gegeben. Diese neue Partnerschaft verlängert unsere Langzeit-Suchbeziehung mit Google für mindestens drei weitere Jahre. Die genauen Bedingungen dieser geschäftlichen Vereinbarung unterliegen den üblichen Vertraulichkeitsvereinbarungen, so dass wir sie nicht preisgeben können.

Wie sieht Ihre Geschäftsbeziehung zu Bing aus?

Bing ist als Suchanbieter in den US-Versionen von Firefox enthalten. Diese Vereinbarung schließt eine Einnahmeteilung auf Grundlage der Anfragen, die von Firefox zum Bing-Suchdienst weitergeleitet werden, ein.

Was ist mit Yandex passiert? Gibt es für uns Neuigkeiten zu dieser Partnerschaft?

Google ist der Standard-Suchanbieter in den russischen Firefox-Versionen. Yandex bleibt in der Liste der vorinstallierten Suchplugins. Diese Änderung ist Teil der weltweiten Erneuerung der Suchfunktion, die Mozilla mit Google vereinbart hat. Somit ist Google als Standard-Suchmaschine eingestellt.

Mozilla und Yandex werden weiterhin Partnerschaften an verschiedenen Fronten erkunden, darunter die angepasste Yandex-Version des beliebten Firefox-Browsers und die Integration von Yandex-Suchdiensten in andere regionale Versionen.

Welche geschäftliche Vereinbarung haben Sie für Mobilgeräte getroffen?

Mozilla has announced a commercial partnership with Telefónica for Firefox OS. The specific terms of the agreement are subject to traditional confidentiality requirements. We are developing new partnerships with additional OEMs and operators, which will be announced in due course through 2012 and into 2013. We also have numerous arrangements with app publishers who will be included in Firefox Marketplace.

Wie viele Einnahmen erwarten Sie dadurch im kommenden Jahr und wie sieht das Geschäfts-/Einkommensmodell bei diesen Vereinbarungen aus?

Wir treffen derzeit keine Voraussagen oder Vermutungen. Unser Hauptziel ist es, Produkte zu schaffen, die den Bedürfnissen der Anwender, Entwickler und Betreiber entsprechen. Gleichzeitig erkunden wir ständig potenzielle neue Einkommensmodelle, die sowohl unserer Mission als auch unseren Anwendern dienen.

Warum glauben Sie, dass Sie in einen Smartphone-Markt mit zwei klar dominierenden Spielern vorstoßen können?

Mozilla glaubt, dass das Internet die beste Plattform für Innovationen ist: Wir verbinden Menschen miteinander, ermöglichen es, Erlebnisse zu teilen, und schaffen so eine Welt, die unseren Bedürfnissen entspricht. Mit Firefox-OS entwickelt Mozilla ein Betriebssystem, das komplett auf offenen Web-Standards beruht. HTML5 ist eine immer wichtiger werdende Technologie, die mehr und mehr Entwickler begeistert. Es besteht bereits ein HTML5-Ökosystem aus Entwicklern, die heute schon Anwendungen für Desktop-Browser bereitstellen, und auch viele AppStore- und Android-Anwendungen sind in HTML5 programmiert.

Mit wie vielen Mobilfunkbetreibern gibt es Vereinbarungen zu Firefox-OS?

Die ersten Geräte mit Firefox-OS sollen Anfang 2013 über Telefónica in den lateinamerikanischen Märkten eingeführt werden. Wir haben auch Unterstützung für Firefox-OS von anderen Netzbetreibern, darunter Deutsche Telekom, Etisalat, Smart, Sprint, Telecom Italia und Telenor angekündigt, so dass es für 2013 weitere Nachrichten zu den Geräten und Betriebssystem geben wird.

Mit welchem OEM werden Sie arbeiten?

TTCL Communication Technology (Besitzer der Marke Alcatel) und ZTE sind die führenden Partner, mit denen wir die ersten Mobilgeräte für Firefox-OS entwickeln. Wir rechnen damit, schon bald weitere OEM-Unterstützung bekannt geben zu können.

Wann können wir mit der Einführung der Geräte in den Vereinigten Staaten und Europa rechnen?

Die ersten Open-Web-Geräte werden Anfang 2013 in lateinamerikanischen Märkten erscheinen. Andere Regionen werden noch bekannt gegeben.

Wie sieht das Geschäftsmodell für den App-Marktplatz aus?

Der Firefox-Marktplatz gibt Entwicklern und Partnern die Möglichkeit, Apps zu vertreiben und zu verkaufen. Beispielsweise bieten wir mit Telefónica die Möglichkeit an, die Bezahlfunktion per Handyrechnung im Gerät zu integrieren, falls App-Store-Besitzer von Telefónica-Kunden direkt kassieren möchten. Aber App-Entwickler können ihr Zahlungssystem frei wählen. Sie können im Leitfaden für Zahlungen im Telefónica-Marktplatz mehr darüber erfahren, wie Zahlungen funktionieren werden.

Wie viel Wachstum erwarten Sie für das Jahr 2013 für Desktop, Mobilgeräte und OS?

Wir treffen derzeit keine Aussagen dazu.